Wer rettet das Erbe der Fitness-Ikonen?

In vielen Studios steuert der Kursbereich auf Schlingerkurs. Fitness-Weltenbummler Robert Steinbacher über die Zukunft der Groupfitness

Mitten im Boom des Fitnessmarktes wankt eine tragende Säule der Bewegung mehr als bedenklich: der Kursbereich. In vielen Kursräumen herrscht gähnende Leere, Trainer gehen im Studio auf Betteltour, um die Mindest-Teilnehmerzahl nicht zu unterschreiten, Honorare sinken, Frust steigt und manches Studio sucht sein Heil im Angebot von Cyber-Kursen. Groupfitness steckt in der tiefsten Krise der Studiogeschichte. shape up fragte Robert Steibacher, einen der weltweit profundesten Kenner der Szene: „Wohin steuert der Kursbereich: Ins Abseits oder auf neuem Kurs zu alten Erfolgen?

„Wir stehen vor einem Umbruch, dem gewaltigsten, seit Jane Fonda in den 80ern die Aerobicwelle lostrat und Gene Miller den Reebok Step im Fitnessmarkt einführte. Um zu verstehen, was in Zukunft wird, muss man wissen, was in der Vergangenheit war. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren in der Fitnessindustrie und habe schon einige Wellen rollen und verebben gesehen. Dabei waren Deutschland und Europa immer nur Spiegelbilder weltweiter Entwicklungen.

Am Anfang stand Aerobic So war es auch, als Groupfitness in den 80er Jahren in den Studios Einzug hielt. Mit Jane Fonda schwappte 1982 ein Trend mit dem Namen „Aerobic“ über den grossen Teich. Er kam als MegaHit aus USA und beherrschte schnell die ganze Groupfitnessszene weltweit.
Legwarmer Socks, Bodys mit Strings und Stretchgürtel in Neonfarben, dazu passende Schweiss- und Stirnbänder…
Kleine bunte Hanteln, Tubes und Gymnastikbälle in allen Varianten. Kurse wie Problemzonengymnastik, Toningkurse und Callanetics-Einheiten waren der Renner.

1989 entstand in USA der nächste Trend: Gin Miller kreierte das Aerobic-Training mit dem Step, der bis das meistverkaufte Fitnessgerät der Welt ist. Über den Ganzen Globus „steppte der Bär“.

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